https://youtu.be/oDElFoX_NtI
Es gibt Sportveranstaltungen, die sind größer als sie selbst. Weil sie regelmäßig zum Schausplatz übermenschlicher Triumphe und Tragödien geworden sind. Die 24 Stunden von Le Mans sind so eine Veranstaltung. Eigentlich ist es ja stinklangweilig, Autos 24 Stunden lang beim Im-Kreis-Rumfahren zuzuschauen, aber tatsächlich ist jede Sekunde dieser 24 Stunden bis zum Bersten mit Spannung und Bedeutung gefüllt. In jedem Auto fahren die Gewinner und Verlierer der Renngeschichte mit, auf den Tribünen sitzen Zuschauer, denen Großväter vom gleichen Platz aus dem Röhren der Motoren gelauscht hat. Dieses Wochenende ist es wieder soweit. Eurosport überträgt, wie immer.
Als kleiner Junge war ich autoverrückt. Ich hab stundenlang Autoquartett gespielt (ich konnte alle Karten auswendig herbeten, exakte Hubraum-Angaben waren meine Spezialität), drückte mir an Autohäusern die Nase platt und träumte davon, selbst einmal einen Sportwagen zu fahren. Als ich dann jedoch mit 18 meinen Führerschein gemacht hatte, erwies sich das Autofahren als deutlich unglamouröser als angenommen. Ich verlor das Interesse, meine Sportwagenpläne wurden eingemottet. Aber als ich in diesem Frühjahr das 
