Video-Link: https://youtu.be/plcO6aJZNeQ
Heutzutage sagt der Name Anthony Mann nur noch Kennern des Western-Genres etwas. Leider, muss man sagen, denn Manns Filme, die er zwischen 1942 und 1968 drehte, kann man auch heute noch gut anschauen, insbesondere seine Western. Mann war ein Profi des Erzählens, der seine Regiekünste und sich niemals in den Vordergrund drängte. Die Geschichte war ihm immer die Hauptsache, und die Figuren, die die Geschichten ermöglichten. Heuet Abend können wir auf arte zwei seiner besten Western anschauen. Um 20 Uhr 15 läuft „Der Mann aus Laramie„, in dem ein erstaunlich grimmiger James Stewart einen wohlüberlegten Rachefeldzug übernimmt.
Um 21 Uhr 55 (damals waren Filme noch knackig kurz!) folgt dann „Draußen wartet der Tod„. Ein Army-Scout (Victor Mature) versucht zu verhindern, dass ein ziemlich verrückter, ruhmsüchtiger Colonel (sensationell: Robert Preston) einen Indianerstamm attackiert. Spannende Story, exzellent bebildert.
Man kann sagen was man will, Sommertheater, Freilichtthetaer, das hat schon was. Man muss sich nicht in die dunkle Decke werfen und keinen Kulturstrick um den Hals binden, lässige Freizeitkleidung genügt. Das Catering ist in der Regel auch eher ungezwungen, Bratwurst und Nackensteak statt Häppchen, lecker Pils statt Sektplörre. Wenn jetzt auch noch die Action auf der Bühne stimmt, dann ist der Sommerspaß beinahe nicht mehr zu toppen. Und tatsächlich kann ich euch so eine Sommertheater-Empfehlung geben. Denn in der Waldbühne Jonsdorf geht tasächlich die Post ab, da bekommt man nicht das übliche Karl-May-Gedöns zu sehen, sondern eine Bühnenbearbeitung von „4 Fäuste für ein Halleluja“. 
